holtgreife | Flexible Raum-in-Raum Situation - Reportage Solarlux Holtgreife PR
Reportage zur Glas-Faltwand von Solarlux.
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Flexible Raum-in-Raum Situation

Diskrete Konferenzräume im historischen Palais an der Oper

Die wohl repräsentativste Adresse in München ist die Residenzstraße: Sie führt von der Feldherrenhalle und der Münchner Residenz hin zur bayrischen Staatsoper. Dort vis à vis zum Eingang der Maximilianstraße steht das Palais an der Oper, ein Gebäude, das sich ganz in das Bild der Münchner Prachtbauten einfügt. Von außen neoklassizistisch anmutend gelingt der Innengestaltung der Brückenschlag zur Moderne – und vereint heute gekonnt unterschiedlichste Gewerbenutzungen.

 

Über 23.000 Quadratmeter oberirdische Bruttogrundfläche umfasst der historische Komplex. Seit Ende 2015 hier ansässig: die internationale Sozietät DLA Piper. Vor allem die Neu-konzeption der Gebäudestruktur und das Büroflächenlayout überzeugten die Anwälte von dem Standort, so dass sie als Ankermieter gewonnen werden konnten.

 

Umdenken eines Klassikers
Das Bürokonzept wurde von Opera Real Estate GmbH in Auftrag gegeben und speziell auf die Bedürfnisse der weltweit agierenden Kanzlei zugeschnitten. Doch für die hohen Anforderungen einer großflächigen, zusammenhängenden Büronutzung waren zum Teil erhebliche bauliche Eingriffe notwendig. Heute zählt das Palais als Vorzeigeprojekt der Bayerischen Architektenkammer. Betreut wurde der Umbau vom Münchner Architekturbüro Modal M. Bei einem Gebäude wie dem Palais fing die Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde an und ging hin bis zur innenarchitektonischen Gesamtgestaltung inklusive Licht- und Möbelkonzept. Die Münchner Architekten planten und steuerten die gesamte Umgestaltung. Der Fokus der Aufgabe lag darauf, den Charakter des Gebäudes, der eine einzigartige Kombination aus historischer Bausubstanz und repräsentativen Neubauflächen darstellt, noch mehr herauszuarbeiten und behutsam und anspruchsgerecht in das Nutzungskonzept einzugliedern. Mit Erfolg: Innerhalb eines Jahres konnten die Budgetierung, Planung, Genehmigung, Ausschreibung, Vergabe und Realisierung absolviert und die Mietfläche termingerecht übergeben werden.

 

Diskretion im Opernsaal
Gekrönt werden die Räumlichkeiten der einzelnen Büros mit dem Ausbau des sogenannten Opernsaals. In seiner Fläche füllt er das historische Dachgewölbe. Den Ausbau galt es nicht nur mit den Ansprüchen der Sozietät zu vereinen, sondern ebenso mit der Denkmalschutzbehörde und dem Landesamt für Heimatpflege. Entstehen sollte hier der Mandantenbereich der Sozietät, der unterschiedliche Konferenzsituationen beherbergt sowie eine große Flexibilität in der Raumnutzung gewährleistet. Dabei galt es auch, dies mit einem äußerst hohen Maß an Schallschutz zu verbinden. Eine Aufgabe, die nicht einfach war: „Die strengen Denkmalschutzauflagen untersagten einen Eingriff in das Raumgefüge. Aus diesem Grund planten wir die Konferenzräume als eingestellte Box. Wie eine Art Möbel, das frei im Opernsaal steht und so den Gesamteindruck des Saales erhält“, so der Architekt Malte Tschörtner.

 

Raum in Raum
Diese Ansprüche vereint nun das neue Konzept: Der gläserne Riegel wurde in der Mitte des Saales eingesetzt, der flächig spitz zugeht und in drei Konferenzräume unterteilt ist. Die Räume werden nur durch eine Zwischenwand voneinander getrennt. So können drei Besprechungen in aller Diskretion gleichzeitig stattfinden. Doch gleichermaßen lässt sich die Raumsituation vereinen, denn die Trennwände sind mobil und lassen sich einfahren. Bei vollkommener Öffnung entsteht ein Konferenzraum, der mit insgesamt ca. 80 m² viel Platz bietet, während jeder der einzelnen Besprechungsräume zwischen 25 und 30 m² misst. Der freigelassene Bereich im Saal bildet hierzu ein angemessenes Foyer mit Aufenthaltsqualität.

 

Zum Licht gewandt
Bei der Deckenkonstruktion des Opernsaals handelt es sich um ein Tonnengewölbe. Auf der Vorderseite öffnen sich die tiefliegenden Halbbogenfenster in Richtung des Max-Joseph-Platzes und werden so als Lichtquelle für die Konferenzräume nutzbar gemacht. Da durch die innenliegende Konstruktion nicht so viel Licht bis in den zentral gesetzten Innenraum vordringt, war den Bauherren und dem Architekten klar, dass eine ganzflächige Verglasung hin zur Lichtseite das meiste Licht böte – gleichzeitig sollten die Konferenzräume von dieser Vorderseite aus begehbar sein. Durch räumliche Voraussetzung konnte eine Schiebetürlösung ausgeschlossen werden, denn: wo hin mit den Scheibenelementen? Der Anspruch war, alle drei Räume gleichzeitig öffnen zu können. Mehrere Varianten wurden durchdacht – von klassischen Glasschiebetürsystemen bis zur Horizontalschiebewand. Gelöst werden konnte das Platzproblem durch eine Verglasung, die sich vertikal auffalten lässt: eine Glas-Faltwand von Solarlux.

 

Flexibilität einer Glas-Faltwand
„Neben den denkmalschutzrechtlichen Anforderungen verlangte das Konferenzkonzept eine große Variabilität in der Nutzung. Wir integrierten die Möglichkeit, zwei oder alle drei Kon-ferenzräume zu einem zusammenzuschließen. Außerdem sollte der gesamte Opernsaal für größere Veranstaltungen nutzbar bleiben“, erklärt Malte Tschörtner die Entscheidung für die Glas-Faltwände von Solarlux. Die Flügelanzahl der Glas-Faltwand sind über die drei Einzelanlagen gleich: Von außen gesehen werden jeweils vier Falt-Elemente nach links und eine nach rechts im Ziehharmonika-Prinzip an der Innenseite des jeweiligen Raumes verstaut.

 

Der Boden sowohl im Opernsaal als auch in den Konferenzräumen wurde mit hellem Naturstein ausgelegt. Durch die äußerst flach verlegte Bodenschiene ist der Übergang kaum mehr wahrnehmbar. Ein für die Nutzungsanforderungen äußerst praktischer Effekt, denn so sind die Raumgrenzen barrierefrei, Geräte und Möbel können leicht verschoben werden, aber auch Rollstühle lassen sich über die Raumgrenzen hinweg bewegen. Falls die Glas-Faltwand geschlossen bleiben soll, sorgt die gläserne Eingangstür auf der rechten Raumseite für den Zugang. Aufgrund der Leichtläufigkeit des Systems und der großen Praktikabilität finden viele Veranstaltungen im Opernsaal statt.

 

Glas-Faltwand im Detail
Die verwendeten Glas-Faltwände SL 82 von Solarlux sind wärmegedämmt, eine Eigenschaft, die bei der Raum-in-Raum-Situation zu vernachlässigen ist. Doch durch ihre Bautiefe von 80 Millimeter und der Dreifachverglasung sind sie als Raumteiler äußerst solide und sorgen für den notwendigen Schallschutz. Vor allem optisch passen sie sich mit einer eleganten und hochwertigen Ganzglas-Optik in die historische Architektur als modernistischer Kontrast ein. Die außen planliegende Glasfläche präsentiert sich optisch nahezu ohne Rahmen. Durch die Verwendung von profilüberdeckendem Stufenglas wird eine flächenbündige Ganzglas-Optik erreicht. Geschützt werden die Kanten durch eine acht Millimeter schmale Aluminiumeinfassung. Die Flügel der drei Einzelanlagen sind mit 4,6 Metern gleich breit gehalten. Im Blendrahmenstoß wurden die drei Einzelanlagen mit einander verbunden. Innenseitig schließen die Glas-Faltwände an die mobile Raumtrennwand.

 

Veröffentlicht in architektur.aktuell, Ausgabe 5/2017

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Objektreportage